welcome to my little world1
Globe3 Globe3
Globe3
Globe3 Globe3
Carbon-X-Banner
music_dock_icon__png__by_sidyseven-d5asbzp Gästebuch5
Gästebuch4
Carbon-X-Banner

Falsch           Richtig

 

 

a capella       a cappella

lateinisch capella, deutsch Kapelle (aber italienisch cappella: Viele Fachbegriffe in der Musik stammen aus dem Italienischen)

In der Ära ab dem späten 16. Jahrhundert eine Kompositionsweise für mehrstimmige kirchliche Vokalensembles mit fakultativer Instrumentalbegleitung

ab dem 19. Jahrhundert Chormusik ohne Instrumentalbegleitung

ein Genre der Popmusik, bei dem ein Close-Harmony-Vokalensemble ohne oder mit minimaler Instrumentalbegleitung auftritt

einen Teil eines Musikstücks der Popmusik, bei dem die Instrumentalbegleitung aussetzt

 

Abberation Aberration

Nichterkennen der Wortstruktur (lat. ab + errare = davon + irren im Ggstz. zu z. B. Abbreviation aus lat. ab + brevis = davon kurz)

(Biologie) [starke] Abweichung von der normalen Art durch strukturelle Änderung eines Chromosoms oder der Chromosomenzahl

(Astronomie) scheinbare Ortsveränderung eines Gestirns in Richtung der Erdbewegung

(Optik) Abweichung der S

 

Addresse    Adresse

Englisch address

Angabe von jemandes Namen und Wohnung, Anschrift; Abkürzung: Adr.

Kurzform für: Internetadresse

Kurzform für: E-Mail-Adresse

(bildungssprachlich) schriftlich formulierte [politische] Meinungsäußerung, Willenskundgebung, die von einzelnen Personen oder Gruppen an das Staatsoberhaupt oder die Regierung gerichtet wird

(bildungssprachlich) offizielles Gruß-, Dank- oder Huldigungsschreiben [an eine höhere Stelle]

(EDV) Nummer einer bestimmten Speicherzelle im Speicher einer Rechenanlage

 

agressiv     aggressiv

Aussprache, Nichterkennen der Wortstruktur (lat. ad-gredi herangehen Assimilation zu ag-gredi); im Französischen korrekte Schreibweise mit nur einem g: agressif, -ve

angriffslustig, streitsüchtig

auf Aggression gerichtet

herausfordernd [wirkend]

(von Dingen) aufdringlich

in schädigender Weise auf etwas einwirkend; zerstörend

sich gezielt-kräftig auf etwas, jemanden richtend

rücksichtslos, hemmungslos und nicht auf Sicherheit bedacht

 

Amalgan  Amalgam

Verwechslung mit anderen Fremdwörtern auf –an

Ein Amalgam (griechisch μαλακός malakos ‚weich‘ mit Alpha privativum, d. h. das „Nicht-Erweichende“; nach anderer Etymologie arab. al malagma ‚erweichende Salbe‘) ist in der Chemie eine Legierung des Quecksilbers. Als Amalgam im weiteren Sinne werden oft auch nicht (ohne weiteres) umkehrbare Vermischungen anderer Stoffe bezeichnet, meist die Legierung mehrerer Metalle. Im übertragenen Sinne werden als Amalgam auch Mischungen unterschiedlicher Begriffe, Ideen, Kulturen oder Traditionen bezeichnet.

Da viele Metalle in Quecksilber löslich sind (eine Ausnahme ist zum Beispiel Eisen), gibt es sehr viele Amalgame. Amalgame mit sehr großem Quecksilberanteil sind oft bei Raumtemperatur – wie das Quecksilber selbst – flüssig, bei kleineren Quecksilbergehalten sind sie fest.

In der klassischen Alchemie wird die Amalgamierung des Quecksilbers mit anderen Metallen oft mit der körperlichen Vereinigung verglichen. Als alchemistisches Lexem ist mlat. amalgama seit dem 13. Jahrhundert belegt.

 

Amaturenbrett     Armaturenbrett

Postvokales r, sinngemäß gleiche Falschschreibung bei Armatur

Ein Armaturenbrett ist eine Anzeige- oder Instrumententafel mit Messanzeigern und Bedienungshebeln (Armaturen) einer Maschine. Auch wenn bei Autos die Instrumente, bis auf Ausnahmen, längst nicht mehr auf einem Brett montiert sind, spricht man hier von einem Armaturenbrett, früher auch von einer Schalttafel. Bei einem LKW wird es häufig auch als Instrumententafel bezeichnet.

Dieser Artikel beschreibt im Folgenden ein Armaturenbrett bei einem mitteleuropäischen, auf Rechtsverkehr ausgelegten PKW ohne besondere Beschränkungen wie beispielsweise eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit. In Ländern mit Linksverkehr wie etwa Großbritannien und Japan erfolgt die Anordnung zum Teil seitenverkehrt. In Deutschland ist ein Teil der Instrumente und Einrichtungen durch die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung vorgeschrieben.

 

Aquise          Akquise

Herleitung vom lateinischen ad quaerere zu acquirere „erwerben“

Als Akquise (von lateinisch ad quaerere, zu acquirere „erwerben“), oder auch Akquisition, werden Maßnahmen der Kundengewinnung bezeichnet, zum Beispiel im Rahmen von persönlichen Verkaufsgesprächen oder im Rahmen des Direktverkaufs.

Die Bezeichnung Akquise ist ein Synonym zu Akquisition und wird auch in anderen Zusammenhängen benutzt.

 

Assozial           Asozial

Nichterkennen der Wortstruktur (griech. a Verneinung); Analogie zu assoziieren

asozial bezeichnet:

das Eigenschaftswort für den soziologischen Begriff Asozialität

eine diskriminierende Kennzeichnung von Menschen

 

Atrappe        Attrappe

Nichterkennen der Wortstruktur

Eine Attrappe ist ein Gegenstand, der Eigenschaften eines Originals nachahmt. Die Attrappe imitiert allerdings nie sämtliche Eigenschaften des Vorbilds (sonst würde sie Nachbildung oder Kopie genannt werden). Sie dient also der Täuschung des Betrachters, indem sie ihm vorgaukelt, ein Original zu sein.

 

authorisiert,  Authorisierung   autorisiert, Autorisierung

Englisch authorized (oder authorised). Sinngemäß gleich bei lethal letal und Lethalität Letalität

Autorisierung ist im weitesten Sinne eine Zustimmung, spezieller die Einräumung von Rechten gegenüber Interessenten, ggf. zur Nutzung gegenüber Dritten. Die Autorisierung überwindet Mechanismen von Sicherungen gegen Unbefugte. Eine Autorisierung hebt keinen Schutz auf. Eine Autorisierung gilt gegebenenfalls eingeschränkt nur in einem Kontext und/oder Modus. Die Autorisierung erfolgt sinnvollerweise nicht ohne eine vorherige erfolgreiche Authentifizierung.

 

Billiard           Billard

Englisch billiards; Aussprache; Analogie zu Milliarde, Billiarde

Billard [ˈbɪljaʁt] ist ein Spiel, bei dem zwei Personen oder zwei Teams gegeneinander spielen.

Mit dem sogenannten Queue werden dabei die Billardkugeln (oft auch Bälle genannt) auf einem mit Billardtuch bespannten Billardtisch gestoßen. Dabei stößt der Spieler mit dem Queue nur die weiße Kugel, die ihrerseits dann andere Kugeln anstoßen kann. Die Kugeln bestehen heute meist aus einem hochwertigen Phenolharz wie Aramith.

Die deutsche Schreibweise Billard entspricht der französischen Herkunft. Das französische Wort bille bezeichnet eine kleine Kugel, einen Ball oder eine Murmel.

Beim Billard unterscheidet man bis zu 35 Spielarten. Die populärsten davon sind Poolbillard, Snooker, Carambolage, Kegelbillard, Russisches Billard und English Billiards.

 

bischen        bisschen

Wortstruktur nicht erkannt (Bissen/Biss + chen; zum Vergleich: Häppchen); Analogie zu bis

wenig

etwas, ein wenig

 

Bisquit       Biskuit

Deutsch [kv] sonst immer in der Schreibweise qu; frz. Biscuit

Biskuit (von französisch biscuit aus lateinisch bis coctus [panis], „zweimal gebackenes [Brot]“) bezeichnete bis ins 17. Jahrhundert Schiffszwieback, ein Brot, das zur Haltbarmachung in Scheiben geschnitten und ein zweites Mal gebacken wurde, bis es trocken und mürbe war. Als sich dafür der Begriff Zwieback durchgesetzt hatte, wurde Biskuit (auch Löffelbiskuit, Kinderbiskuit oder österreichisch Biskotte) zum Namen für ein leichtes Gebäck aus Biskuitmasse, einer Mischung aus Eischnee, Eigelb, Zucker und Mehl.

 

bombadieren      bombardieren

Postvokales r im Norddeutschen (siehe auch Scharnier, Turnier, sinngemäß gleich bei Amatur Armatur)

(Militär veraltet) mit Artillerie beschießen

(Militär) Fliegerbomben auf ein Ziel abwerfen

(umgangssprachlich) jemanden mit etwas überschütten, überhäufen [sodass er bzw. sie in Bedrängnis gerät]

 

brilliant          brillant

Aussprache; englisch brilliant

Ein Brillant (aus französisch brillant ‚glänzend‘, ‚strahlend‘) ist ein Diamant mit einem speziellen Schliff. Die beiden Begriffe „Diamant“ und „Brillant“ werden aber oft fälschlich synonym gebraucht.

Der Schliff heißt Brillantschliff und wurde um 1910 entwickelt. Er zeichnet sich durch hohe Brillanz aus.

Zusätzliche Angaben beim Brillanten wie „echt“ usw. sind nicht erlaubt, da sie irreführend sind. Zwar ist es möglich — und auch nicht unüblich — andere Edelsteine oder Imitate im Brillantschliff zu verarbeiten, jedoch müssen diese dann eindeutig bezeichnet sein (z. B. „Zirkonia in Brillantschliff“).

 

detailiert        detailliert

Detail

ausführlich, bis aufs i-Tüpfelchen, bis ins Einzelne, bis ins Kleinste, eingehend, ganz genau, haarklein, in allen Einzelheiten, in aller Ausführlichkeit, in epischer Breite; (bildungssprachlich) bis ins [kleinste] Detail, differenziert, en détail, in allen Details, ins Detail gehend; (umgangssprachlich) bis ins [letzte] Tezett, haarg

 

dilletantisch         dilettantisch

 

amateurhaft, laienhaft, nicht fachgemäß, nicht fachgerecht, nicht fachmännisch, unprofessionell

mangelhaft, notdürftig, oberflächlich, schlecht, ungenügend, unzulänglich, unzureichend; (abwertend) stümperhaft

Diphterie Diphtherie Seltene Buchstabenkombination phth in Wörtern griechischen Ursprungs

Bei der Diphtherie handelt es sich um eine akute, ansteckende Infektionskrankheit, die durch eine Infektion der oberen Atemwege mit dem Gram-positiven Corynebacterium diphtheriae hervorgerufen wird. Gefürchtet ist das von diesen Erregern abgesonderte Exotoxin Diphtherietoxin, welches zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Spätfolgen führen kann. Eine schützende Impfung durch einen Toxoidimpfstoff ist verfügbar. Nach IfSG § 6 ist diese Krankheit in Deutschland namentlich zu melden.

 

Eigenbrödler        Eigenbrötler

Aussprache, Herkunft von "Brot" nicht erkannt

Als Eigenbrötler wird ein Mensch bezeichnet, der als Außenseiter von der Gemeinschaft ausgegrenzt wird bzw. sich abgrenzt oder als Einzelgänger ein Leben in Einsamkeit wählt.

Im Deutschen Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm wird der Eigenbrötler ohne nähere Erläuterung mit qui rem familiarem ipse curat (‚jemand, der sich selbst um seinen Hausstand kümmert‘) definiert.[1]

In der frühen Neuzeit – das heißt im 16. und 17. Jahrhundert – findet sich in Süddeutschland der Eigenbrötler als Bewohner eines Hospitals, der sein „eigenes Brot“ aß, also auf eigene Kosten dort untergebracht war. Er hatte in der Regel die bessere Unterkunft, oft auch eigene Möbel oder eigene Verpflegung und hielt sich von den anderen Insassen, die meist auf Almosen angewiesen waren, fern.

In der Schweiz ist der Ausdruck „Eigenbrötler“ weit verbreitet und bezeichnet ohne pejorativen Beiklang einen stark introvertierten Menschen, der lieber seine Ruhe hat und für sich allein sein will.[2] In diesem Sinn kann damit auch ein Tier charakterisiert werden.[3]

Einzelnachweise

 

Entgeld            Entgelt

Falsche Annahme eines Kompositums zu Geld

Der Begriff Entgelt (n.; Plural „Entgelte“) bezeichnet die in einem Vertrag vereinbarte Gegenleistung. Ein entgeltlicher Vertrag ist also insbesondere ein gegenseitiger Vertrag, bei dem Leistung und Gegenleistung in einem Gegenseitigkeitsverhältnis (Synallagma) stehen. Die Bindung kann aber auch auf andere Weise hergestellt werden, etwa durch Vereinbarung einer Bedingung.[1] Der Begriff der Entgeltlichkeit ist damit weiter als der der Gegenseitigkeit.

Unentgeltlich ist der Vertrag dagegen, wenn keine Gegenleistung vereinbart ist.[2]

Umgangssprachlich versteht man unter Entgelt häufig das Arbeitsentgelt, also jene Vergütung, welche für eine Arbeitsleistung vereinbart wurde. Umgangssprachlich, aber auch in Preislisten und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), wird der Begriff Gebühr fälschlich für Entgelte verwendet, die für privatwirtschaftliche Leistungen erhoben werden (Beispiel: „Bankgebühren“). Siehe auch: Schutzgebühr, Gebühr.

 

entgültig        endgültig

Falsche Annahme, dass es sich hier um die Vorsilbe ent- handle

von letzter, abschließender Gültigkeit, unumstößlich; definitiv

Beispiele

eine endgültige Lösung, Beurteilung

diese Entscheidung ist endgültig

nun ist endgültig Schluss

 <substantiviert>: ich weiß

 

Extase         Ekstase

Anlehnung an andere Wörter mit Ex-; Nichterkennen des griechischen Wortursprungs: Ek-stase außer sich stehen.

Ekstase (griechisch κστασις ékstasis „das Außersichgeraten, die Verzückung, das Aus-Maß“ von ξ-ίστασθαι ex-histasthai „aus sich heraustreten, außer sich sein“) ist ein Begriff der Religionswissenschaft, der auch in der Psychologie verwendet wird. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für psychische Ausnahmezustände, die von den Betroffenen als dramatische Zustandsveränderungen des Bewusstseins beschrieben werden. Das Bewusstsein wird ihren Angaben zufolge während der Ekstase als „erweitert“ oder „erhöht“ erlebt. Durch diese Erweiterung oder Erhöhung erhält der Betroffene (oder auch ein ihn Beobachtender) den Eindruck, er sei „außer sich“ oder „nicht bei sich“. Damit ist gemeint, er sei aus dem Bereich seiner vertrauten Umwelt und des normalen Wahrnehmungsvermögens herausgetreten und in einen Bereich andersartiger Wahrnehmungsmöglichkeiten eingetreten.

 

fokusieren        fokussieren

1.(Physik) (Lichtstrahlen) in einem Punkt vereinigen

2.(Physik) (von Lichtstrahlen) sich in einem Punkt vereinigen

3.(Physik) (eine Linse) ausrichten, (ein Objektiv) scharf stellen

4.(Kerntechnik) (Strahlen, die aus geladenen Teilchen bestehen) durch geeignete elektrische oder magnetische Felder sammeln

5.(bildungssprachlich) zum Fokus (3) machen

<sich fokussieren> (bildungssprachlich) sich als Fokus (3) herausbilden

Nach oben Synonyme zu fokussieren

 

fröhnen         frönen

Vermeintliche Notwendigkeit, die Länge des Vokals auszudrücken

sich einer Sache (einer Neigung, Leidenschaft o. Ä.) hingeben, ergeben

Beispiel

einem Laster, einer Leidenschaft, seinem Hobby frönen

 

Gallerie           Galerie

Englisch gallery

Galerie (von italienisch galleria „langer Säulengang“) bezeichnet:

Galerie (Kunst), für den Verkauf von Kunstwerken der Bildenden Kunst genutzte Räumlichkeit

Museum, siehe auch: Gemäldegalerie

Galerie (Architektur), länglicher Raum mit zahlreichen Lichtöffnungen an der/den Längsseiten

Galerie (Theater), der oberste Rang eines Theaters

Empore, einen erhöhten Gang in öffentlichen Gebäuden, der mit einer Langseite zu einem größeren Innenraum hin geöffnet ist. Ladenpassage, ein sich zu Geschäftsräumen öffnender Gang

Galerie (Verkehrsbauwerk), ein Bauwerk, das einen Verkehrsweg vor Lawinen, Steinschlag oder Muren schützt bei Befestigungen

Gallionsfigur Galionsfigur Vermeintliche Notwendigkeit, die Kürze des dem "l" vorangegangenen Vokals auszudrücken

Eine Galionsfigur ist eine meist aus Holz geschnitzte Figur, die auf Schiffen, vornehmlich Segelschiffen, unter dem Bugspriet angebracht wird. Der Begriff leitet sich vom Galion (spanisch für ‚Balkon‘) ab, dies war ein Vorbau vor dem Vordersteven einer Galeone, der den Bugspriet stützte. Zunächst wurden Figuren auf dem Galion von Spaniern und Portugiesen aufgestellt, später wurden sie an dessen Außenseite befestigt.[1] Obwohl spätere Schiffstypen kein echtes Galion mehr besaßen, blieb der Name Galionsfigur erhalten. Im Aberglauben von Seeleuten soll die Figur den Kurs des Schiffes beobachten und es vor Unglück bewahren.

 

Gebahren        Gebaren

(Tatsächlich ist das Wort mit Bahre verwandt.)

[auffälliges] durch bestimmte Bewegungen, Handlungen gekennzeichnetes Verhalten, Benehmen

Beispiele

das geschäftliche, kaufmännische Gebaren einer Firmaein weltmännisches, einnehmendes Gebaren haben

ein sonderbares, auffälliges Gebaren an den Tag legen

 

Gegener        Gegner

(Das Wort kommt von der Präposition gegen.)

Ein Gegner ist jemand, der einem anderen im Kampf gegenübersteht oder der etwas ablehnt. Der Kampf kann auch im übertragenen Sinne gemeint sein, beispielsweise in der Politik (Wortgefecht) oder im Sport (Wettkampf). Zum Beispiel ist ein Kriegsgegner entweder eine der kämpfenden Parteien oder jemand, der sich gegen den Krieg wendet. Er wird auch teilweise in der Verkaufsbranche als Konkurrent bezeichnet. Im Unterschied zum Begriff Feind und dessen Steigerung Todfeind wird damit mehr das sachliche Verhältnis zu einer Person/Personengruppe und nicht die emotionale Komponente beschrieben. Feindschaft ist das Gegenteil von Freundschaft.

 

Gelantine        Gelatine

Gelatine ist ein Stoffgemisch aus geschmacksneutralem tierischen Protein (ugs.: Eiweiß). Hauptbestandteil ist denaturiertes bzw. hydrolysiertes Kollagen, das aus dem Bindegewebe verschiedener Tierarten, vor allem Schweinen und Rindern, produziert wird.

Gelatine fehlt die essentielle Aminosäure Tryptophan, es gilt nicht als vollwertiges Protein. In ungereinigter Form ist Gelatine auch als Glutinleim bekannt.

 

gothisch        gotisch

Englisch gothic; vgl. autorisiert

Die Gotische Sprache (Eigenbezeichnung: *gutiska razda) war eine vom germanischen Stamm der Goten gesprochene ostgermanische Sprache. Sie ist dank der sogenannten Wulfilabibel die älteste literarisch überlieferte germanische Schriftsprache.

Das Gotische unterscheidet sich von west- und nordgermanischen Sprachen vor allem durch den Erhalt der Endung -s für den Nominativ Maskulinum Singular: gotisch dags, gasts, sunus gegenüber althochdeutsch tag, gast, sunu oder altnordisch dagr, gestr, sunr (wo sich -s in -r gewandelt hat, siehe Rhotazismus). Außerdem liefert es die einzigen Belege einiger archaischer Formen (siehe: Grammatik, Verben, Archaismen, und vgl. gotisch gasts und lateinisch hostis).

 

Gries        Grieß

Historische Schreibung

Grieß ist ein Begriff aus der Müllerei für Teilstückchen des Getreidekorns (meist Weizen) mit einer Größe von 0,3 bis 1 mm (300–1000 µm). Grießkörnchen sind rundlich bis kantig mit einer weißen bis gelblich-braunen Färbung. Grieß wird ähnlich hergestellt wie Mehl, jedoch wird dazu die Mühle anders eingestellt. Die feinere Mehlfraktion, die bei diesem Mahlvorgang gleichzeitig mitentsteht, wird später ausgesiebt und als Mehl verwendet. Der Müller kann durch verschiedene Einstellungen am Walzenstuhl die Vermahlung so einstellen, dass entweder mehr Grieß- oder mehr Mehlpartikel entstehen. Staubförmige Mehlpartikel werden in der Mühle vom Grieß abgetrennt.

 

gröhlen           grölen

Vermeintliche Notwendigkeit, die Länge des Vokals auszudrücken

(besonders von Betrunkenen) laut und misstönend singen oder schreien

laut in nicht sehr schöner Weise singend [oder schreiend] von sich geben

 

hälst        hältst

Die 2. Person Singular von halten lautet im Indikativ Präsens [du] hältst. Das t nach dem l darf nicht weggelassen werden, da es zum Wortstamm gehört und deshalb in allen Formen des Verbs erhalten bleibt.

 

Imbus(schlüssel)       Inbus(schlüssel)

sehr seltene Nicht-Assimilation von in- vor b (Impuls, Impression), denn Inbus ist ein Markenname

Innensechskant (im Deutschen geläufig unter der Markenbezeichnung Inbus) ist ein Mitnahmeprofil für Schrauben mit einem Innensechskant im Schraubenkopf. Der zugehörige Schraubenschlüssel mit Außen-Sechskantprofil heißt Innensechskantschlüssel. In vielen Ländern wird die Innensechskantschraube nach dem Unternehmen Allen Manufacturing Company (Hartford, Connecticut) Allen screw, der Inbusschlüssel Allen key oder Allen wrench genannt.

 

Imission         Immission

1.(Fachsprache) das Einwirken von Verunreinigungen, Lärm, Strahlen o. Ä. auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Gebäude o. Ä.

2.(veraltet) Einsetzung in ein Amt

Immission (von Lateinisch immittere „hineinschicken, -senden“) bezeichnet im Deutschen Eintrag bzw. Einsetzung.

Immission bedeutet bezüglich der Umweltgesetzgebung Einwirkung von Störfaktoren aus der Umwelt auf Mensch und natürliche Umwelt. Der Ausstoß aus der Quelle wird Emission genannt. Jede Immission kann folglich auf einen oder mehrere Emittenten zurückgeführt werden.

In der Umweltgesetzgebung wird unterschieden zwischen Grenzwerten, Richtwerten und Orientierungswerten.

 

Ingredenzien       Ingredienzien

1.Zutat

2.Bestandteil einer Arznei o. Ä.

1Bedeutung: Zutaten[n]

Ingredienzien, Elemente

2Bedeutung: Bestandteil[n]

Bestandteile, Element, Ingredienzien, Ingrediens, Zutaten, Seite, Einzelteile, Teilkraft, Zubehör, Glied, Teil, Komponente

3Bedeutung: Teil[n]

Detail, Zutaten, Einzelheit, Ingredienzien, Element, Ingrediens, Komponente, Zubehör, Zutat, Abschnitt, Faktor, Glied, Seite, Bestandteil

 

Kandarre         Kandare

Gängige Aussprache mit kurzem a

Kandare (slowakisch und ungarisch kantár „Zaumzeug“) nennt man im Pferdesport ein nicht gebrochenes Gebissstück mit Hebelwirkung, im Unterschied zum Pelham und zur hebellosen Trense. Die Kandare dient dem erfahrenen Reiter zur Verfeinerung der Hilfengebung. Da durch die Hebelwirkung eine enorme Kraft aufgebaut werden kann, kann es bei unsachgemäßem Gebrauch zu Verletzungen des Pferdemauls kommen. Daher sollte die Kandare nur von Reitern eingesetzt werden, die schon sehr sicher und gefühlvoll auf ihr Pferd einwirken können und die insbesondere die Hand unabhängig vom Sitz tragen können.

 

kommisarisch       kommissarisch

aushilfsweise, bis auf Weiteres, fürs Erste, in Vertretung, stellvertretend, vertretungsweise, vorerst, vorläufig, vorübergehend, zeitweilig, zunächst; (gehoben) einstweilen; (bildungssprachlich) ad interim, interimistisch; (schweizerisch)

In Politik, Verwaltung und Wirtschaft und beliebigen Organisationen (z. B. Vereinen) kann Verantwortung zwischenzeitlich bzw. vorläufig an einzelne Personen übertragen werden; beispielsweise bei Ausfall eines Verantwortungsträgers durch ernste Erkrankung. Man spricht dann beispielsweise von einem „kommissarischen Abteilungsleiter“ oder einem „kommissarischen Landrat“. Gegebenenfalls muss dies auch im Geschäftsverkehr (bei der Unterschrift mit Dienstfunktion) angezeigt werden, um zu unterstreichen, dass die betreffende Person zwar interimsweise mit der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte beauftragt, jedoch nicht zu langfristigen Entscheidungen ermächtigt ist.

 

Lapalie         Lappalie

Bagatelle, Belanglosigkeit, Geringfügigkeit, Kinderspiel, Kleinigkeit, Nebensächlichkeit, Spiel[erei]; (gehoben) Nichtigkeit; (bildungssprachlich) Quisquilien; (umgangssprachlich) Kinkerlitzchen, Klacks, Läpperei, Pappenstiel; (umgangssprachlich, meist abwertend) Lumperei; (abwertend) Lächerlichkeit; (veraltet) Minuzien

Eine Lappalie bedeutet im Sprachgebrauch so viel wie „Nichtigkeit, Kleinigkeit“[1] und ist eine zumeist abwertende Bezeichnung für eine bestimmte Angelegenheit oder ein bestimmtes Ereignis. Ein Sprecher, der diesen Begriff benutzt, gibt zu erkennen, dass er die in Rede stehende Angelegenheit bzw. das entsprechende Ereignis für unbedeutend hält.[2]

 

Lilliputaner        Liliputaner

(Englische Originalschreibweise von Jonathan Swift ist Lilliput)

Der Ausdruck Liliputaner bezeichnet:

einen Bewohner von Liliput (fiktive Insel) aus dem Roman Gullivers Reisen

umgangssprachlich, heute oft als abwertend empfunden[1], einen kleinwüchsigen Menschen

Siehe auch: Zwerg

 

lizensieren, Lizensierung

lizenzieren, Lizenzierung

Falsche Aussprache; falsche Analogie zu amerikanischem Englisch to license oder zensieren

Das Urheberrecht ist durch internationale Übereinkommen (UN) und durch nationale Gesetzgebung geregelt. Auf den Verstoß gegen diese Regeln folgen Schadensersatzansprüche des Lizenzgebers und auf Antrag strafrechtliche Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft. Im Privatrecht regeln Kaufverträge, Leihverträge und spezielle Lizenzverträge die Rechte des Erwerbers und seine Pflichten gegenüber dem Lizenzgeber.

Eine häufig angewendete Lizenzvergabe findet zwischen Rechteinhabern und Rechtenehmern bei der Übernahme und elektronischen Verbreitung von Veranstaltungen statt. Das sind alle Arten von Konzerten, Aufführungen, Sportereignissen usw. So haben z. B. die FIFA zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und die UEFA zur Fußball-Europameisterschaft 2008 Lizenzen zur Übertragung der Spiele auf Großbildleinwände für das „Public Viewing“ vergeben. Grundsätzlich waren diese Lizenzen bei nichtkommerzieller Ausrichtung kostenlos. Kostenpflichtig wurden die Lizenzen, sobald ein kommerzieller Sponsor beteiligt war. Der häufig verwendete Terminus „Lizenzgebühr“ ist hier falsch, weil es sich in der Regel um nichtstaatliche Vertragspartner gehandelt hat. Es handelt sich um einen Kauf von Rechten.

 

Logie        Logis

Das Logis, vom französischen Wort loger[1] für beherbergen, übernachten, wohnen, ist das Hauptgebäude eines Schlosses, das vornehmlich zu Wohnzwecken genutzt wird. Bei mittelalterlichen Burgen ist sein Pendant der Palas bzw. der Saalgeschossbau der Anlage. In Frankreich werden oft auch schlicht gehaltene Landschlösser, die nur ein Gebäude umfassen, oder die Wohnbauten von Gutshöfen als Logis bezeichnet. Ebenso wird mitunter das schlossartige Wohngebäude des Abtes in einer Klosteranlage Logis genannt.

Ein Logis ist das herrschaftliche Wohnhaus, das normalerweise den Eigentümern der Anlage vorbehalten war. Für Gäste und Hofstaat gab es oft Unterkünfte in separaten Gebäuden, die Kavaliershäuser genannt werden. Bedienste kamen in Gesindehäusern unter oder wohnten im Dachgeschoss des Logis. Dieses diente durch entsprechende architektonische Gestaltung auch zu Repräsentationszwecken. Durch seine Abmessungen sowie das Ausmaß an plastischen Dekorationen und die Verwendung von teuren Baumaterialien stellte der Schlossherr zugleich seinen Wohlstand zur Schau. Damit war das Logis nicht nur das ideelle, sondern meist auch das formale Zentrum einer Schlossanlage.[2]

Der verwandte Begriff Corps de Logis bezeichnet bei mehrflügeligen Wohnhäusern eines Schlosses ihren mittleren Gebäudetrakt ohne die Seitenflügel. Er ist in der Regel vom übrigen Gebäude formal hervorgehoben, zum Beispiel durch besonderen Schmuck oder einen Treppenturm.[3]

 

maniriert        manieriert

Nichterkennung des Wortbestandteils Manier (Art und Weise)

in einer bestimmten Manier (1a, b) erstarrt; gekünstelt

Synonyme zu manieriert

gekünstelt, gemacht, gequält, gesucht, gewollt, gewunden, gezwungen, künstlich, übertrieben, unecht, unnatürlich, zwanghaft; (bildungssprachlich) affektiert, artifiziell, preziös, theatralisch; (abwertend) geschwollen, gespreizt, gestelzt, geziert, schwülstig; (bildungssprachlich abwertend) konstruiert; (umgangssprachlich abwertend) affig, geschraubt, hochgestochen

 

narzistisch       narzisstisch

Herleitung vom Namen Narcissus griechisch, lateinisch; sinngemäß gleiche Falschschreibung beim Substantiv Narzissmus

Bedeutungen

eigensüchtig, voller Eigenliebe

den Narzissmus betreffend, auf ihm beruhend

Mit dem Begriff Narzissmus ist im weitesten Sinne die Selbstliebe als Liebe gemeint, die man dem Bild von sich entgegenbringt. Im engeren Sinn bezeichnet er eine auffällige Selbstbewunderung oder Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit. Der Begriff leitet sich ab von Narkissos/Narziss, einem Jüngling der griechischen Mythologie.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Narzissmus mit Egoismus, Arroganz sowie einer ausgeprägten Selbstsüchtigkeit in Verbindung gebracht. Als wissenschaftlicher Terminus findet er über den ursprünglich sexualdiagnostischen Sinn hinaus Anwendung in Sozialpsychologie, Kultur- und Gesellschaftskritik bis hin zu Organisationsforschung und Managementtheorie.

 

Obulus      Obolus

Ein Obolus

(altgriechisch βολός, Plural βολοί – obolós, Pl. oboloí, deutsch „Spieß, Bratspieß“) war im antiken Griechenland eine Silbermünze mit dem Wert einer sechstel Drachme. Sechstausend Drachmen waren ein Talent Silber.

Wortbedeutungen

Ursprünglich bezeichnete der Ausdruck einen kleinen Spieß. Da Münzen anfänglich noch nicht rund und mit dem Bild geprägt wurden, sondern einfach kleine spitze Metallstückchen waren (Hacksilber), wurden sie ebenfalls als „Spieße“ bezeichnet. Aus dem griechischen Wort obolós wurde im Lateinischen der obolus, der als Entlehnung ins Deutsche gelangte. Der sprachlich verwandte Ausdruck Obelisk bezeichnet übrigens ebenfalls eine spießähnliche Form.

Verbreitet findet man im Deutschen auch die Fehlschreibung „Obulus“.

Neben der griechischen Münze wird als Obolus im übertragenen Sinn ein kleiner Geldbetrag, eine Gebühr, Spende, ein Trinkgeld oder Bestechungsgeld bezeichnet. Der Ausdruck findet sich zum Beispiel in der Redewendung seinen Obolus leisten wieder, was so viel bedeutet wie „einen Beitrag leisten“.

Der Begriff hat sich unter anderem deshalb bis heute erhalten, weil er in der griechischen Mythologie eine Rolle spielt. Die kleine Münze („Charonspfennig“ genannt) wurde den toten Griechen in der Antike als Grabbeigabe unter die Zunge gelegt, bevor sie bestattet wurden. Sie diente als Fährgeld für den Fährmann Charon für die Überfahrt der Toten über den Fluss Styx in das Totenreich des Hades.

Auch im Mittelalter gab es in verschiedenen Ländern Europas Kleinmünzen, die als Obolus (auch obol) bezeichnet wurden. Sie hatten den Wert eines halben Denar (= Pfennig).

Die 1819 geprägten Münzen der Ionischen Inseln hießen ebenfalls Oboloi.

 

orginal        original

Original (von lateinisch origo ‚Ursprung‘) steht für ein echtes Exemplar, als Gegensatz zur Fälschung oder Nachbildung, siehe Echtheit

Urschrift, bei einer Urkunde

Urtext, eine künstlerische Erstfassung

Druckvorlage, im Druckwesen allgemein

Originalgrafik, im Kunstdruck

Muster, in der Serienfertigung

Originalfassung, die Fassung eines Filmes in der Sprache, in der beim Dreh gesprochen worden ist

Original (Person), einen Menschen mit auffallenden Charaktereigenschaften

Siehe auch:

Originaltitel, Originalton

 

Pavillion        Pavillon

Aussprache; sinngemäß wie brillant und Billard

Der Begriff Pavillon stammt vom lateinischen Wort papillio ab, was soviel wie „Das Lustzelt“ bedeutet. Definiert ist der Pavillon entweder als freistehendes, leichtes Bauwerk in einer Garten- oder Parkanlage, als vorspringender Gebäudeteil eines barocken Bauwerks, der sich durch ein meist als Kuppel ausgebildetes Dach vom restlichen Gebäude abhebt, als ein kleinerer, einem Hauptbau zugeordneter Neubau (z. B. in Schulen oder Krankenhäusern). Darüber hinaus werden auch Gebäude für Messen und Ausstellungen als Pavillons bezeichnet, unabhängig von ihrer Bauweise.[1]

 

pieken, pieksen       piken, piksen

Unkenntnis der Herkunft des Wortes von Pike (mittelalterliche Waffe)

Ähnlich geschriebene Begriffe zu pieksen

pieken, pesen, picken, pausen, packen, pauken, Pocken, passen, Possen, pochen, paschen, Päckchen, pfuschen, Passion, Püppchen, Pagina, Pyjama, Pygmäe

 

Probst         Propst

<ohne Plural> (katholische Kirche) Titel für den ersten Würdenträger eines Kapitels

(2a)

(katholische Kirche) Träger des Titels Propst

(1a)

<ohne Plural> (evangelische Kirche) Titel für einen höheren kirchlichen Amtsträger (mit unterschiedlichen Aufgaben)

(evangelische Kirche) Träger des Titels Propst (2a)

 

projezieren       projizieren

 (Optik) Bilder mit einem Projektor auf einer Projektionsfläche vergrößert wiedergeben

(Mathematik, Geografie) einen räumlichen Körper, Teile der Erdoberfläche mithilfe von Geraden, verschiedener Gradnetze auf einer Ebene abbilden

(bildungssprachlich) in jemanden

 

Prophezeihung          Prophezeiung

1.das Prophezeite; Aussage über die Zukunft; Weissagung

2.(selten) das Prophezeien

Orakel[spruch], Spruch, Voraussage, Vorhersage, Wahrsagung, Weissagung; (gehoben) Prophetie, Verheißung; (bildungssprachlich) Kosmogramm, sibyllinische Worte; (veraltet) Vatizinium; (Astrologie) Horoskop; (Fachsprache) Prognos

 

Reflektion        Reflexion

Englisch reflection

1.Spiegelung; (Physik) Rückstrahlung

2.Bedenken, Besinnung, Betrachtung, Denken, Erwägung, Nachdenken, Überlegung, Versenkung; (gehoben) Nachsinnen, Sinnen; (bildungssprachlich) Kontemplation

 

Religiösität        Religiosität

Falsche Substantivierung von religiös

das Religiössein; religiöse (2) Haltung

Beispiel

sein Handeln wurzelt in tiefer Religiosität

Religiosität bezeichnet im Verständnis der Theologie die Fähigkeit des Menschen, sich der Vorstellung von einer Wirklichkeit im Jenseits bzw. des Transzendenten zuwenden zu können und dabei dieser Wirklichkeit mit Zustimmung zu begegnen (siehe auch Spiritualität).

 

Dagegen hat Religiosität in der Deutung mancher Wissenschaftsvertreter, z.B. Psychologen, ihre Ursache in dem Bedürfnis, nicht erklärliche Phänomene mit der individuellen Kenntnis der Dinge auf eine verständliche Ursache zurückzuführen und sich selbst in einem möglichst geschlossenen System zu erklären. Gleichzeitig versuchen Menschen mit dem Erleben der eigenen Religiosität in der Gruppe ihre Zugehörigkeit zu dieser Gruppe zu bestimmen und zu festigen. Dabei erscheint es unbeachtlich, in welchem Maß die in der Religiosität erkannten und verwendeten Erklärungen beweisbar oder logisch konsistent sind.[1]

 

Religiosität bzw. die manchmal synonym verwandte Spiritualität können als Erkenntnisprozess von den Wissenschaften und ihren Gesetzen nicht dargestellt bzw. objektiviert werden. Neuerdings sind im Dialog zwischen Theologie und Wissenschaft diesbezügliche Lehrstühle, z.B. "Science and Religion" an Universitäten in den U.S.A., geschaffen worden.

 

Reperatur        Reparatur

Unter Reparatur (von lateinisch reparare ‚wiederherstellen‘) bzw. Instandsetzung wird der Vorgang verstanden, bei dem ein defektes Objekt in den ursprünglichen, funktionsfähigen Zustand zurückversetzt wird. Im Militär ist die Instandsetzungstruppe oft eine eigene Truppengattung, in der Bundeswehr im Verbund der Logistiktruppe. Im Straßenbau ist die Instandsetzung eine bauliche Maßnahme im Bereich der Straßenerhaltung. sinngemäß genauso: seperat und Apperat

 

Resource        Ressource

Englische Schreibweise mit einem s

natürlich vorhandener Bestand von etwas, was für einen bestimmten Zweck, besonders zur Ernährung der Menschen und zur wirtschaftlichen Produktion, [ständig] benötigt wird

Bestand an Geldmitteln, Geldquelle

 

geröngt           geröntgt

röntgen

Rechtschreibung Worttrennung: röntgen

Beispiele: du röntgst; sie wurde geröntgt Bedeutung mit Röntgenstrahlen durchleuchten, untersuchen Beispiele er, das Bein, der Kopf wurde nach dem Unfall geröntgt sich röntgen lassen sich die Lunge, den Magen, den Kiefer röntgen lassen ein Werkstück röntgen <substantiviert>: zum Röntgen gehen schwaches Verb

(nichterweiterte) Infinitive

 Infinitiv Präsens

Infinitiv Perfekt

Aktiv

röntgen geröntgt haben

Vorgangspassiv

geröntgt werden geröntgt worden sein

Zustandspassiv

geröntgt sein geröntgt gewesen sein

erweiterte Infinitive

Aktiv

zu röntgen geröntgt zu haben

Vorgangspassiv

geröntgt zu werden geröntgt worden zu sein

Zustandspassiv

geröntgt zu sein geröntgt gewesen zu sein

Partizipien

Präsens Aktiv

Perfekt Passiv

Gerundivum

Nur attributive Verwendung

röntgend geröntgt zu röntgender,

zu röntgende...

 

 

Rückrad, Rückgrad     

Rückrat, Rückgrat

Nichterkennung des Wortteils Grat

Wirbelsäule

Beispiele

1.das Rückgrat muss durch die Lehne gestützt werden

2.sich das Rückgrat verletzen, brechen

3. <in übertragener Bedeutung>: ein Mensch ohne Rückgrat (ein Mensch, der nicht den Mut hat, seine Überzeugung offen zu vertreten)

Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

4.jemandem das Rückgrat brechen (umgangssprachlich: 1. auf jemanden in einer Weise Druck ausüben, dass er seinen eigenen Willen aufgibt und sich unterwirft; jemandem die Widerstandskraft nehmen. 2. jemanden ruinieren.)

5.jemandem das Rückgrat stärken (jemandem durch Unterstützung seiner Auffassung, Position o. Ä. zeigen, dass man auf seiner Seite steht)

6.Rückgrat zeigen/haben (offen zu seiner Auffassung, Überzeugung stehen, nicht bereit sein, sich entgegen seiner eigenen Auffassung, Überzeugung bestimmten Meinungen, Anweisungen zu unterwerfen)

 

Rhythmus         Rythmus

Rhythmus Ungewöhnliche Buchstabenkombinationen Rh und th; andere Schreibweisen in anderen Sprachen, z. B. frz. Rythme

Rhythmus (von altgriech.: υθμός rhythmós, mit latinisierender Endung -us, indogerman.: Etymologie unklar) steht für:

Rhythmus (Musik), die durch die Folge unterschiedlicher Notenwerte entstehenden Akzentmuster über dem Grundpuls

 in der Poesie zur metrischen Konstanz der Versmaße die Abfolge von verschiedenen Akzentmustern, siehe Verslehre

 Sprechrhythmus, die zeitliche Gliederung der sprachlichen Rede

 in der Dramaturgie die zeitliche Abfolge von Spannungselementen

Biologischer Rhythmus, regelmäßig wiederkehrende Zustände und Veränderungen von Organismen

Rhythmus (DDR), eine Initiative in der DDR

 

sähen,  gesäht       säen, gesät

Vermeintliche Notwendigkeit, die Länge des Vokals auszudrücken

Rechtschreibung Worttrennung: säen Beispiele: du säst, er/sie sät; du sätest; gesät; säe! Bedeutung in Form von Saatgut in die Erde bringen Beispiele Korn, Gras, Radieschen, Salat säen <auch ohne Akkusativ-Objekt>: der Bauer hat den ganzen Tag gesät <in übertragener Bedeutung>: Zwietracht, Hass säen Wendungen, Redensarten, Sprichwörter dünn gesät sein ( emotional; nur in geringer Zahl vorhanden sein: Fachkräfte

 

Schärflein       Scherflein

Verkleinerungsform von spätmittelhochdeutsch scher(p)f = eine Scheidemünze, wohl zu mittelhochdeutsch scharben, althochdeutsch scarbōn = einschneiden und eigentlich = Münze mit eingeschnittenem Rand

Almosen, Beitrag, Gabe, Obolus, Spende, Unterstützung, Zuschuss, Zuwendung

Ein Scherf (auch Schärff, scharfer Pfennig) war eine in Erfurt und anderen Städten vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert genutzte geringwertige Silber-, später auch Kupfermünze mit dem Wert von etwa einem halben Pfennig. Der einfache Scherf wurde nur selten geprägt, häufiger gab es Münzen zu 3, 6 und 12 Scherf, zuletzt 1777 in Lüneburg. Bei Bedarf konnte einfach ein 1-Pfennig-Stück in zwei Halbstücke geteilt werden, daher auch die Namensgebung Helbing, Hälbling, Helblinger oder Helling. Der Hälbling taucht oft auch unter dem Namen Obol oder Obolus auf, darf aber nicht mit dem altgriechischen Obolos verwechselt werden.

 

Die Bezeichnung Scherf könnte mit lateinisch scripulum „Steinchen“ zusammenhängen. Nach dieser Theorie hätte sich scrip über scirp und scerp gewandelt in althochdeutsch scerpf und mittelhochdeutsch scherpf, scherff, scherf „kleinste Münze“. Wahrscheinlich gehört mhd. scherf aber zu scherben, scharben „einschneiden“.[1]

Ein Scherflein ist die Verkleinerungsform von Scherf. Dieser Begriff hat sich bis heute in einer Redewendung aus Martin Luthers Bibelübersetzung gehalten: „sein Scherflein zu etwas beitragen“ (Mk 12,42 LUT).[2] Damit wird ein kleiner, aber anerkennenswerter Beitrag bezeichnet. Es existiert aber auch der Ausdruck verscherbeln für „unter Wert verkaufen“, welcher wohl ebenfalls von spätmittelhochdeutsch scher(p)f abgeleitet ist.[3]

Schlawittchen Schlafittchen jemanden am/beim Schlafittchen nehmen, kriegen, packen, fassen, haben o. Ä. (umgangssprachlich; jemanden fassen und [für ein geringes Vergehen] zur Rechenschaft ziehen)

Verwendet wird das Wort im Zusammenhang der Redewendung „am Schlafittchen packen“ im Sinne von „jemanden am Weglaufen hindern“, ähnlich wie man Geflügel am Flügelansatz fasst. Im Duden der „Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten“ wird diese Redensart als „jemanden fassen und zur Rechenschaft ziehen“ beschrieben, wobei das Vergehen als eher geringfügig angesehen wird.[3]

Als Erklärung wird auch angegeben, dass diese Redensart bedeutet, jemanden am Hemd- oder Jackenkragen zu packen[4] bzw. jemandem die „Leviten zu lesen“[5]

 

schmiergeln       schmirgeln

Norddeutsche und westdeutsche Aussprache mit langem i bzw. Diphthong

Rechtschreibung Von Duden empfohlene Schreibung: glatt schmirgeln Alternative Schreibung: glattschmirgeln Worttrennung: glatt schmirgeln, glattschmirgeln Bedeutung durch Schmirgeln (a) eine glatte Oberfläche bei etwas erzeugen Beispiel ein Brett glatt schmirgeln schwaches Verb 5 Aussprache

 

seelig          selig

Historische Schreibweise, falsche Herleitung von Seele

1.[von allen irdischen Übeln erlöst und] des ewigen Lebens, der himmlischen Wonnen teilhaftig

2.(gehoben) verstorben

3.(katholische Kirche) seliggesprochen

4.einem tiefen [spontanen] Glücksgefühl hingegeben

5.(umgangssprachlich) leicht betrunken

 

Selig ist eine Hamburger Rockgruppe, die Mitte der 1990er Jahre Erfolg hatte und sich nach zehnjähriger Trennung 2008 wiedervereinigte. Mit dem Reunion-Album Und Endlich Unendlich erlangten sie erstmals Goldstatus.

 

seperat         separat

Aussprache, sinngemäß: reperieren und Apperat

als etwas Selbstständiges von etwas anderem getrennt; für sich; gesondert

Beispiele

eine Wohnung mit separatem Eingang

separat wohnen

die einzelnen Bände sind auch separat erhältlich

 

Seriösität        Seriosität

Falsche Substantivierung von seriös

seriöse Art, seriöses Wesen

Seriosität {f} [einer Firma]

    integrity

    oundness

Seriosität {f} [Vertrauenswürdigkeit]

    reliability

Seriosität {f} [Anständigkeit]

    respectability

Seriosität {f} [eines Geschäftsmannes, einer Firma]

    probity

Seriosität s{f} [eines Angebots, eines Vorschlags etc.]

    seriousness [of an offer, of a suggestion etc.]

Seriosität {f}

    Trustworthiness

 

 

skuril        skurill

skurril besonderlich, ausgefallen, befremdend, bizarr, eigenartig, exotisch, extravagant, kapriziös, kauzig, komisch, merkwürdig, originell, seltsam, sonderbar, sonderlich, spektakulär, spleenig, überspannt, unvernünftig; (gehoben) befremdlich; (bildungssprachlich) exzentrisch, exzeptionell, kurios, unkonventionell; (umgangssprachlich) schrullenhaft, schrullig, überdreht, verrückt, verstiegen, wunderlich; (salopp) irre; (abwertend) verschroben

 

Spirenzchen        Sperenzchen

1.etwas, womit jemand nach Einschätzung anderer unnötiger- und ärgerlicherweise eine Sache behindert, verzögert; Schwierigkeiten, Umstände

2.kostspielige Vergnügungen oder Gegenstände

Sperenzien (Diminutiv: Sperenzchen[1]) ist ein umgangssprachlicher Begriff für Argumente oder Handlungen, mit denen jemand eine Verzögerung oder Behinderung eines Vorhabens verursacht in der Hoffnung (lateinisch sperantia), das Vorhaben zu verhindern. Das Wort ist ein Pluraletantum.

 

Standart         Standard

Aussprache (Auslautverhärtung)

Ein Standard ist eine vergleichsweise einheitliche oder vereinheitlichte, weithin anerkannte und meist angewandte (oder zumindest angestrebte) Art und Weise, etwas herzustellen oder durchzuführen, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat. In dieser Bedeutung ist der Begriff Standard insbesondere in den Bereichen Technik und Methodik üblich, in Bezug auf Menschenrechte, Lebensweise oder Umweltschutz. Dabei findet der Begriff sowohl Verwendung zu allgemein anerkannter Zielsetzungen als auch bezüglich allgemein anerkannter Realisierungen.

Ein Standard kann in einem formalisierten oder nichtformalisierten Regelwerk (in einer oder mehreren Regeln oder einer Norm) beschrieben sein oder sich ungeplant ergeben.

In der (Produktions-)Technik findet sich neben dem Industriestandard der herstellerspezifische Standard und der offene Standard.

Interessierte Kreise können Maßnahmen ergreifen, um einen Standard zu fördern oder einen anderen Standard zurückzudrängen. Solche Auseinandersetzungen nennt man Formatkrieg. Als erster großer Formatkrieg der Industriegeschichte gilt der Stromkrieg (war of currents), als um 1890 Thomas Alva Edison (1847-1931) und George Westinghouse (1846-1914) darum stritten, ob die von Edison favorisierte Gleichspannung oder die von Westinghouse favorisierte Wechselspannung die geeignetere Technik für die großflächige Versorgung der Vereinigten Staaten von Amerika mit elektrischer Energie sei. Letztlich stritten die Unternehmen um Marktanteile.

 

Stehgreif        Stegreif

Falsche Herleitung aus stehen und greifen (korrekt: Steg-Reif = Steig-Schlinge = Steigbügel), Reif hier Re(e)p, also Seil (Fallreep, Reepschnur, Reeperbahn)

Stegreif ist eine veraltete Bezeichnung für den Steigbügel eines Reiters. Gebräuchlich ist das Wort nur noch in der Redewendung „aus dem Stegreif“ und in Komposita wie Stegreifaufgabe, Stegreifentwurf, Stegreifkomödie, Stegreifrede, Stegreifspiel, Stegreiftheater und Stegreifübersetzung.

Das Wort „Stegreif“ zerfällt in die Bestandteile „Steg“ und „Reif“. Die ursprüngliche Bedeutung des ersten Elements (ahd. „stīgan“ = steigen) zeigt sich noch in dem verwandten Wort „Steg“ = schmaler, erhöhter Übergang. Hinter dem zweiten Element (ahd. „reif“ = Seil, Strick) verbirgt sich ein alter Ausdruck, der noch in „Reeperbahn“ = Herstellungsstätte für Seile, „Reepschnur“ = dünnes Seil, „Fallreep“ = Strickleiter und engl. „rope“ = Seil lebendig ist.[1]

Ein „Stegreif“ ist ursprünglich also eine Seilschlinge, die man zum Aufsteigen benutzte. „Aus dem Stegreif“ bedeutet wörtlich: ohne vom Pferd zu steigen, im übertragenen Sinn: ohne lang nachzudenken, unvorbereitet, extemporiert, improvisiert.[2] „Stegreif“ hieß außerdem ein Bauteil der mittelalterlichen Armbrust, das den Ladevorgang vereinfachte: ein steigbügelähnlicher Metallbügel am vorderen Ende der Waffe, in den der Schütze einen Fuß setzte und so die Hände frei hatte, um die Sehne zu spannen.

Da die Herkunft des Wortes weithin unbekannt ist, wird „Stegreif“ – passend zu den ähnlichen Redewendungen „aus dem Stand“ und „aus der Luft gegriffen“ – oft falsch „Stehgreif“ geschrieben und gesprochen.

 

subsummieren        subsumieren

Falsche Verbindung zu Summe'; Herleitung von Lateinisch sumere, mit Konsum verwandt.

1.(bildungssprachlich) einem Oberbegriff unterordnen, unter einer Kategorie einordnen; unter einem Thema zusammenfassen

2.(Rechtssprache) einen konkreten Sachverhalt dem Tatbestand einer Rechtsnorm unterordnen; prüfen, ob ein konkreter Sachverhalt den Merkmalen einer bestimmten Rechtsnorm entspricht

Die Subsumtion (von lat. sub, unter, und sumere, nehmen, Partizip II sumptum), gelegentlich Subsumption geschrieben[1], ist der Vorgang, bei dem man einen Begriff unter einen anderen ordnet. In der Rechtswissenschaft wird der Begriff als Anwendung einer Rechtsnorm auf einen Lebenssachverhalt („Fall“), das heißt als Unterordnung des Sachverhaltes unter die Voraussetzungen der Norm, verstanden.

Rechtsnormen haben regelmäßig eine Wenn-Dann-Struktur. Sie zerfallen in einen Tatbestand (Wenn-Teil) und eine Rechtsfolge (Dann-Teil). Der Tatbestand setzt sich meist aus mehreren Tatbestandsmerkmalen (z.B. „fremd“, „Eigentum“) zusammen. Liegen die erforderlichen Tatsachen vor, so ist das entsprechende Tatbestandsmerkmal erfüllt. Sind alle Tatbestandsmerkmale gegeben, so greift die Rechtsfolge ein.

 

Sylvester         Silvester

Herleitung von Papst Silvester I. (lat. silva der Wald), Schreibung im Französischen mit y

Als Silvester wird in einigen europäischen Sprachen der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres, bezeichnet. Nach dem römisch-katholischen Heiligenkalender ist Papst Silvester I. († 31. Dezember 335) der Tagesheilige. Auf Silvester folgt mit dem Neujahrstag der 1. Januar des folgenden Jahres.

 

Symetrie       Symmetrie

1.Eigenschaft eines ebenen oder räumlichen Gebildes, beiderseits einer [gedachten] Achse ein Spiegelbild zu ergeben; spiegelbildliche Gleichheit

2.(Musik, Literaturwissenschaft) wechselseitige Entsprechung von Teilen in Bezug auf die Größe, die Form oder die Anordnung

Symmetrie (von altgriechisch συμμετρία symmetría ‚Ebenmaß‘) steht für

 

Symmetrie (Geometrie), die Eigenschaft eines Objektes, durch Umwandlungen auf sich selbst abgebildet werden zu können

Symmetrie (Physik), die Eigenschaft eines Systems, sich durch eine bestimmte Transformation nicht zu ändern

Mit symmetrisch wird bezeichnet

symmetrische Funktion, eine Funktion, bei der die Argumente vertauscht werden können ohne sie zu verändern

symmetrische Gleichung, eine Polynomgleichung mit symmetrischer Koeffizientenfolge

symmetrische Gruppe, die Gruppe der Permutationen

symmetrische Matrix, eine Matrix, die spiegelsymmetrisch bezüglich der Hauptdiagonalen ist

symmetrisches Polynom, ein Polynom, bei dem man die Unbekannten vertauschen kann ohne es zu verändern

symmetrische Relation, eine Eigenschaft zweistelliger Relationen (R heißt symmetrisch, falls für alle xRy stets auch yRx gilt)

symmetrische Signalübertragung, eine störungsarme Signalübertragung durch eine paarige Leitungsführung gleicher Impedanz ( und meist auch differenziell sowie spannungssymmetrisch ).

Siehe auch:

Supersymmetrie

 

sympatisch        sympathisch

Sinngemäß gleiche Falschschreibung beim Substantiv Sympathie

1.Sympathie erweckend

2.(veraltet) mitfühlend; aufgrund innerer Verbundenheit gleich gestimmt

3.(Physiologie) zum vegetativen Nervensystem gehörend; den Sympathikus betreffend

Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1911 bemerkt dazu:

„Sympathie ist die Fähigkeit, Freude und Leid anderer mitzufühlen, die von einigen Ethikern (Shaftesbury, Hume, A. Smith, Comte, Spencer) als die subjektive Grundlage aller Sittlichkeit betrachtet wird […] Dann auch, im Gegensatz zur Antipathie, die scheinbar grundlose Zuneigung zu jemandem, das unbestimmte Gefühl der inneren Verwandtschaft mit jemandem.“[1]

In Rudolf Eislers Wörterbuch der philosophischen Begriffe heißt es zum Wesen der Sympathie, sie sei:

„Mit-Leiden, Miterleben von Gefühlen und Affecten anderer durch unwillkürliche Nachahmung und durch »Einfühlen« in den Gemütszustand anderer, was um so leichter möglich, je verwandter wir mit jenen sind. Der Anblick oder Gedanke fremden Leidens erweckt unmittelbar analoge Gefühle, wie die des Leidenden. Dazu kommt noch unter Umständen die Trauer über das Leiden des anderen, bzw. die Freude über das Glück des andern (Mitfreude, Mitleid).“[2]

 

Syphon          Siphon

1.Geruchsverschluss

2.besonders zur Herstellung von Sprudel aus Leitungswasser dienendes Gerät, mittels dessen sich Flüssigkeiten mit Kohlensäure versetzen lassen

Siphon [ˈziːfɔ̃, ziˈfɔ̃ː, ziˈfoːn] (von griech. σίφων [ˈsipʰɔːn] „Heber“) bedeutet:

 

    Siphon (Geruchsverschluss), ein U-förmiger Gas- oder Geruchsverschluss, hauptsächlich bei Kanalisationanschlüssen

    herunter und wieder herauf geführte Rohrleitung, um eine Senke innerhalb eines Aquädukts zu überwinden, siehe Düker

    Siphonflasche, eine Vorrichtung zum Getränkeausschank, durch Kohlensäure werden Getränke zum Zapfhahn hinaufgedrückt

    Vorrichtung, die verwendet wurde, um das gefürchtete Griechische Feuer von Schiffen aus zu versprühen

    Siphon (Höhlenkunde), in der Höhlenkunde ein Höhlenteil, welcher dauernd oder bei hohem Wasserstand (Hochwasser) komplett unter Wasser steht

    im Wildwasser eine Strömung unter Felsen hindurch

    in der Anatomie ein S-förmig verlaufender Abschnitt der Arteria carotis interna nach dem Eintritt in den Schädel (Karotissiphon)

    Siphon (Vasenform), eine antike Vasenform

 

Terasse               Terrasse

Lateinisch terra

1.größere Fläche an einem Haus für den Aufenthalt im Freien

2.stufenartiger Absatz, das Gefälle eines Hanges unterbrechende ebene Fläche

Die Terrasse (von lat. terra = Erde, Erdboden) ist eine nicht überdachte Plattform auf oder unter der Erdgeschossebene eines Gebäudes, die für den Aufenthalt im Freien vorgesehen ist. Der Unterbau (die Substruktion) von Terrassen erfordert steinerne Stützmauern oder eine Konstruktion aus Beton oder Holz. Der Belag besteht oft aus Holz, Beton- oder Natursteinplatten, kann aber auch aus anderen Materialien bestehen.

 

Im übertragenen Sinn werden heute auch Plattformen auf dem Dach (Dachterrassen) oder auf der Ebene eines Obergeschosses als Terrassen bezeichnet, die architekturgeschichtlich korrekte Bezeichnung für letztere ist Söller oder Altan.

 

Auf Bergen oder geeigneten Geländestufen mit guter Fernsicht werden oft spezielle, ebenerdige Aussichtsterrassen angelegt. Als solche werden auch große Plattformen auf Aussichtswarten bezeichnet.

 

Thermopen         Thermopane

Volkseindeutschung eines Markennamens (Begriffsmonopol) pane (englisch) = Fensterscheibe; eingetragenes Warenzeichen Thermopane seit 1940

aus zwei oder mehreren Scheiben bestehendes Fensterglas (a), das wegen eines Vakuums zwischen den Scheiben isolierende Wirkung hat

Mehrscheiben-Isolierglas (MIG), auch als Wärmedämmverglasung oder Isolierverglasung bezeichnet, ist ein aus mindestens zwei Glasscheiben zusammengesetztes Bauelement für Fenster und andere Verglasungen. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Hohlraum, der luftdicht verschlossen ist und der Wärmedämmung dient. Vorläufer waren die Doppelverglasung ohne Luftabschluss, das Verbundfenster und die doppelte Einzelverglasung beim Kastenfenster oder Winterfenster.

 

tollerant        tolerant

aufgeklärt, aufgeschlossen, duldsam, entgegenkommend, freidenkerisch, freigeistig, freiheitlich, freizügig, großmütig, liberal, offen, verständnisvoll, vorurteilsfrei, vorurteilslos; (bildungssprachlich) human, indulgent, konnivent; (veraltet) freisinnig

Toleranz, auch Duldsamkeit,[1] ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.[2] Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.[3]

Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt.[4] Das Adjektiv tolerant in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt,[5] ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.[5]

Der Gegenbegriff zu Toleranz ist die Intoleranz, in der Bedeutung „Unduldsamkeit“ im 18. Jahrhundert aus dem französischen intolérance entlehnt.[5] Als Steigerung der Toleranz gilt die Akzeptanz, die verstehende Haltung gegenüber einer anderen Person oder ihrem Verhalten.

 

totlangweilig       todlangweilig

Falsche Herleitung vom Adjektiv tot

sehr, äußerst langweilig

Beispiel

ein todlangweiliger Abend, Vortrag

 

mind-numbing {adj} todlangweilig 

deadly boring {adj} todlangweilig [ugs.] 

deadly dull {adj} todlangweilig [ugs.] 

idiom to be like watching paint dry

todlangweilig sein

 

totschick        todschick

Erstaunliche deutsche Schreibung, da das Wort auf französisch tout chic zurückgeht (und das französische chic aufs deutsche sich schicken)

Beispiele:

[1] Zurzeit gelten übergroße Sonnenbrillen als todschick.

[1] Schauspieler sind jene netten, aber eigentlich auch ein bißchen langweiligen Leute, die immer auf diesen aufregenden Motorrädern sitzen oder diese todschicken Leinenanzüge vorführen dürfen.

 

Tryptichon       Triptychon

das Triptychon; Genitiv: des Triptychons, Plural: die Triptychen und Triptycha

aus griechisch tríptychos = dreifach, aus drei Schichten, Lagen übereinander bestehend, zu: trís = dreimal und ptýx, ptýchē = Falte, Schicht, Lage oder ptýssein = mehrfach übereinanderlegen, falten

Das Triptychon (von griechisch τρίπτυχος tríptychos ‚dreifach gefaltet‘, ‚aus drei Lagen bestehend‘)[1] ist ein dreigeteiltes Gemälde oder eine dreigeteilte Relieftafel. Es besteht aus einer Mitteltafel und zwei meist schmaleren Flügeln, manchmal ergänzt durch eine Predella unter dem Mittelteil. Ein Triptychon mit christlichen Motiven und mit beweglichen Seitenteilen zum Verschließen des Mittelteils ist eine mögliche Form eines Flügelaltars.

Verließ Verlies Wortverwandtschaft zu verlassen, er verließ

Ein Verlies war im Mittelalter ein burg- oder stadteigener Kerker, meist in (fensterlosen) Kellerräumen oder im untersten Teil einer Festung (Kasematten), eines Turmes (Bergfrieds). Oft war es nur durch die Decke über eine einzige Öffnung, ein so genanntes Angstloch erreichbar. Das niederdeutsche Wort Verlies ist mit „verlieren“[1] verwandt und gelangte im 18. Jahrhundert in die Schriftsprache. Eine frühere Bedeutung ist Verlust (niederl. verlies) und später „sich verlieren“, für andere unsichtbar werden.

 

Verwandschaft         Verwandtschaft

1.das Verwandtsein

2.Gesamtheit der Verwandten, Angehörigen, die jemand hat

3.Ähnlichkeit, Gleichartigkeit

Im Mittelalter umfasste der Begriff „familia“ zunächst alle Hörigen eines Grundherren. Die eigentliche Familie fasste man unter dem Begriff des „Ganzen Hauses“, der neben den Mitgliedern der Kernfamilie (Eltern und Kinder) auch unverheiratete Verwandte und Bedienstete einschloss. Verwandtschaft und Familie waren neben dem Lehens- und Leihewesen die Grundbausteine der Gesellschaft und sozialen Ordnung. Verwandtschaft und Politik hingen, vor allem in den Schichten des Adels, häufig zusammen. Durch Heiraten wurden Familien miteinander verbunden. Dabei standen zunächst agnatische Verwandtschaft (Verwandtschaft auf männlicher Linie, Geschlecht) und kognatische Verwandtschaft (Verwandtschaft der mütterlichen Linie und Schwiegerverwandtschaft, Sippe) gleichberechtigt nebeneinander, während die agnatische zunehmend an Bedeutung gewann. Es bildeten sich endogame Heiratsverbände, das heißt Verbände von Familien, die immer wieder untereinander heirateten und so ihr Heiratsnetz unter einer Abschottung nach außen immer mehr verdichteten. Allerdings waren diese Bündnissysteme alles andere als stabil. Verwandt war vor allem, wer sich als verwandt erinnerte. Neue Heiratsbündnisse konnten alte aufsprengen, die politische Situation die Verwandtschaft belasten. Geschlechter gründeten sich um einen integrativen Punkt, ein einendes Element, auf das sich alle Angehörigen berufen konnten. Dies konnte ein gemeinsamer Name sein (etwa der eines Stammvaters, der als Vorfahr des ganzen Geschlechts galt oder der eine für das Geschlecht wichtige Leistung vollbracht hat). Ab dem 9./10. Jahrhundert wurden Burgen, welche die Adelshöfe ablösten, ebenfalls zu Zentren adliger Geschlechter. Auch Klöster und adlige Familien gingen ein Bündnis ein: Während das Geschlecht das Kloster vor dem Einfluss des Königs schützte, bewahrte das Kloster die Memoria, das heißt die geschichtliche Erinnerung des Geschlechtes, die wiederum zur Einigung desselben führte. Des weiteren können ikonographische Zeichen, besonders auf Wappen bzw. Siegeln einen Verwandtschaftsverband hinter sich versammeln.

 

 

vorraus             voraus

Falsche Herleitung aus vor und raus, analog bei her und raus – heraus

1.vor den andern, an der Spitze

2.(selten) vorn

3.(Seemannssprache) voran, vorwärts

4.(selten) vorher, zuvor

Von Duden empfohlene Trennung:

im Vo|raus

Alle Trennmöglichkeiten:

im Vo|r|aus

Beispiel:

Besten Dank im Voraus

Voraus ist ein Adverb und wird deshalb eigentlich kleingeschrieben. In der Fügung im Voraus ist es allerdings substantiviert und wird deshalb großgeschrieben

 

Webblog     Weblog          

Falsche Assoziation durch die ungewöhnliche Kurzform Blog

tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite, die ständig um Kommentare oder Notizen zu einem bestimmten Thema ergänzt wird; Kurzwort: Blog

Das Blog [blɔg] (auch: der Blog) oder auch Weblog [ˈwɛb.lɔg], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, der Web-Logger, kurz Blogger genannt, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert ('postet') oder Gedanken niederschreibt.

Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Meist sind aber auch Kommentare oder Diskussionen der Leser über einen Artikel zulässig. Damit kann das Medium sowohl dem Ablegen von Notizen in einem Zettelkasten, dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen. Insofern ähnelt es einem Internetforum, je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung.

Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Die Deutsche Nationalbibliothek bezeichnet Blogs als Internetpublikationen. An Weblogs werden jedoch, mit Beschluss von 2002, keine ISSN vergeben.[1] Die Begriffe „Blog“, „Blogger“, „Bloggerin“ und „bloggen“ haben in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in Duden und Wahrig eingetragen.

 

ich weis         ich weiß

Die 1. und 3. Person Singular von wissen wird oft fälschlich mit einfachem s („ich weis“) geschrieben, möglicherweise aufgrund einer Analogiebildung zu „ich weise (darauf hin)“. Die korrekten Formen lauten ich weiß, du weißt, er/sie/es weiß.

Die Farbe weiss Die Farbe weiß  Nach neuer deutscher Rechtschreibung 'weiß', da es sich bei den aufeinander folgenden Vokalen e und i um einen sog. Diphtong handelt, auf den ein ß folgen muss.

Als Hauptwort schreibt man es groß:

Ich habe Weiß. (bei einem Spiel)

Mir ist Weiß zu hell.